Beratung
 
klassische Homöopathie
Vivienne Picco
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Individuelle Behandlung

In der Homöopathie ist jeder Mensch eine individuelle Persönlichkeit. Zwei Menschen, die an ein- und derselben Krankheit leiden, können unterschiedliche homöopathische Mittel erhalten. Wichtig für den Homöopathen ist nicht die Krankheit, sondern die Art und Weise, wie die betreffende Person ihre Krankheit ausdrückt.

Eine gründliche, ausführliche Fallaufnahme ist erforderlich, um das richtige Mittel zu finden. Diese kann ein bis zwei Stunden dauern. Die folgenden Besprechungen sind in der Regel kürzer. Dabei ist sowohl Ihre gegenwärtige und vergangene Geschichte wichtig, wie auch die Ihrer Familie. Auch der Charakter - eifersüchtig, misstrauisch, aufbrausend, introvertiert, harmoniebedürftig - Vorlieben und Abneigungen - sowie die Umstände, unter welchen sich das Leiden bessert oder verschlimmert, sind von Bedeutung.

 

Einzelmittel und minimale Dosis

Die klassische Homöopathie braucht jeweils nur ein einziges homöopathisches Mittel, das eine einzige Substanz enthält. Die Wiederholung eines Mittels wird auf das Minimum beschränkt.

 

Homöopathische Verschlimmerung

Nach der Einnahme eines Mittels kommt es oft - insbesondere bei chronischen Leiden - zu einer vorübergehenden Verstärkung der körperlichen Beschwerden oder alte Symptome treten wieder auf. Diese Erstverschlimmerung ist positiv zu werten; das Mittel hat die Lebenskraft stimuliert und der Organismus wird zur Selbstheilung angeregt. Hier einige Beispiele von Symptomen, die bei einer Erstverschlimmerung auftreten können:

  • Ärgerlich oder weinerlich für einige Zeit
  • Mehr und häufiger Wasserlösen
  • Der Hautausschlag wird für einige Zeit stärker
  • Das Asthma bessert sich, aber ein Hautausschlag erscheint
  • Eine Erkältung, Nebenhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung bricht nochmals aus
  • Durchfall oder Erbrechen
  • Kopfschmerzen, Rückenschmerzen
  • Allgemein können Symptome alter Krankheiten, die Sie Jahre zuvor erlebt haben, wieder auftreten. Diese Erkrankungen wurden nur scheinbar geheilt, in Wirklichkeit aber unterdrückt

 

Verlauf des Heilungsprozesses

Eine Heilung verläuft wie folgt:

  • Von innen nach aussen und von wichtigen zu weniger wichtigen Organen. Zuerst werden Sie sich psychisch besser fühlen, dann werden die lebenswichtigen Organe (Herz, Lunge, Niere) und zuletzt die übrigen Körperteile (Gelenke, Haut) geheilt. Wenn Sie unter mehreren Beschwerden leiden, werden diese ebenfalls nach diesem Prinzip geheilt; so wird z.B. ein Asthma vor einer Hautkrankheit verschwinden.
  • Von oben nach unten. So werden bei Schmerzen an mehreren Gelenken zuerst der Nacken und die Schulter besser, dann Hüfte, Knie und zuletzt die Füsse.
  • In umgekehrter Reihenfolge; die Symptome, die zuletzt aufgetreten sind, verschwinden als erste.

 

Was man bei einer homöopathischen Behandlung beachten sollte
  • Homöopathische Mittel nicht mit der Hand berühren.
  • Nicht in der Nähe von Parfum oder anderen stark riechenden Substanzen aufbewahren. Nicht in die Nähe des Natel’s legen.
  • Vor oder nach der Einnahme des Mittels eine halbe Stunde lang nichts essen oder trinken.
  • Auf kampferhaltige Salben oder Oele muss unbedingt verzichtet werden, da Kampfer die Wirkung der homöopathischen Mittel aufhebt. Ätherische Öle sollten ebenfalls vermieden werden.
  • Zuviel Konsum von Kaffee schwächt die Wirkung der homöopathischen Mittel ab. Eine Alternative ist der Getreidekaffee.